Weikersheim neue Kelly-Partnergemeinde

Seit 5.07.2012 ist nun die Stadt Weikersheim Kelly-Partner. Die Kooperationsvereinbarung wurde zwischen der Stadt Weikersheim, vertreten durch Herrn BM Kornberger, der Polizeidirektion Tauberbischofsheim, vertreten durch Herrn Ltd.PD Eble, dem Handels- und Gewerbeverein Weikersheim und dem Verein Kelly-Insel e. V. (vertreten durch P. Mejzlik) geschlossen. Es wurden Zertifikate an die 15 teilnehmenden Partner ausgehändigt.
Weikersheim ist nun nach Tauberbischofsheim, Wertheim, Bad Mergentheim, Igersheim und Lauda-Königshofen die 6. Kommune im Main-Tauber-Kreis, die das Konzept Kelly-Insel mit dem polizeil. Präventionsprogramm "Ich sage Halt" umsetzt. Als Kelly-Berater hat sich Herr Menzel bereit erklärt. 

Liste der Kelly-Inseln im Main-Tauber-Kreis

Die Partnerstädte im Main-Tauber-Kreis haben nun ihre Kelly-Inseln aufgelistet. Diese Listen finden Sie unter dem jeweiligen Ort unter dem Menüpunkt Kelly-Partner.

Lauda-Königshofen

Lauda-Königshofen hat den Kooperationsvertrag mit Kelly-Insel e.V. unterzeichnet. Die ersten Kelly-Inseln wurden nun eingerichtet. 

Erste Zertifizierungsrunde eingeläutet

Kooperationsvertrag mit Tauberbischofsheim

    Tauberbischofsheim führt Kelly-Inseln ein

    Tauberbischofsheim.  Im Jahr 2000 erschütterte die Ermordung der sechsjährigen Alexandra ganz Esslingen. Als Folge diese Verbrechens entstand das Projekt "Kelly-Insel".

    Den Namen und das Logo erfanden achtjährige Kinder, die eine Polizeikelle zu einer Palme gestalteten und auf eine Insel setzten. "Kelly-Insel" ist seit seinen Anfängen ein vielbeachtetes Konzept, das 2005 den deutschen Präventionspreis erhielt. Die Schirmherrschaft hat Lothar Späth, Ministerpräsident a.D., inne. Zahlreiche Prominente aus Sport, Wirtschaft und Kultur unterstützen als Paten oder Botschafter das Projekt, das zwischenzeitlich in vielen Städten und Gemeinden in ganz Deutschland installiert wurde. Viele weitere Städte sind an der Einführung des Projekts interessiert.

    Was ist der Grundgedanke der "Kelly-Insel" und wie erfolgt die Umsetzung? Ich helfe Dir - das ist das Motto der Kelly-Insel. Im Zeitalterzunehmender Anonymisierung haben viele Bürger kaum noch einen Blick für die Sorgen und Nöte ihrer Mitmenschen. Die Gewerbetreibenden einer Stadt stellen sich als Anlaufstellen für Kinder zur Verfügung, die Probleme haben. Diese Anlaufstellen erkennen die Kinder an einem Zertifikat, das im Schaufenster des jeweiligen Geschäftes aushängt. Dadurch erhalten die Kinder auf ihrem Schulweg oder beim Spielen eine größere Sicherheit und die Erwachsenen werden in unserer "Wegschau-Gesellschaft" wieder zum Hinschauen und Helfen bewegt. Bislang existieren solche Anlaufstellen in den Städten Bad Mergentheim Wertheim, Igersheim.

    In Tauberbischofsheim erfolgt momentan die Einführung. Das Wirtschaftforum pro Tauberbischofsheim, die Stadt Tauberbischofsheim sowie die Polizeidirektion Tauberbischofsheim kooperieren bei diesem Projekt.

    Die Durchführung ist jedoch nur mit Hilfe der Eltern und Schulen möglich. Deshalb wurden und werden auch weiterhin Elternabende in den einzelnen Schulen durchgeführt, damit diese mit ihren Kindern zu Hause die Problematik eines möglichen Ansprechens durch Erwachsene thematisieren können. Weiterhin wird dieses Thema auch im Schulunterricht mit Arbeitsheften aufgearbeitet. Letztendlich kommt auch ein erfahrener Polizeibeamter aus dem Bereich der Verkehrserziehung der Polizeidirektion Tauberbischofsheim in den Unterricht, um das Thema zu vertiefen. Dieses Konzept wird in den nächsten Wochen und Monaten in Tauberbischofsheim und den umliegenden Gemeinden, von denen Kinder in weiterführende Schulen nach Tauberbischofsheim gehen, umgesetzt. Ein weiterer Bereich ist die Auswahl der Geschäfte. Eine Auswahlkommission wird prüfen, welche der sich bereit erklärenden Betriebe die erforderlichen Anforderungen erfüllen.

    Die Geschäfte werden in Augenschein genommen und der Kontakt mit den Inhabern gepflegt, um auf mögliche Änderungen reagieren zu können. Mitglieder dieser Auswahlkommission sind Lothar Uhl von der Stadt, Günter Fading vom Polizeirevier und Sandra Maier, die ehrenamtlich in der Kommission mitwirkt. Demnächst werden die ersten Betriebe ausgezeichnet und der Öffentlichkeit vorgestellt

    Kelly-Inseln in Waiblingen

    Mehr als 80 Kelly-Inseln in Waiblingen. Klicken Sie hier um den gesamten Artikel zu lesen.

    Kelly-Insel in Igersheim

    Gewaltprävention: Zertifizierung von 30 Institutionen / Gemeinsam für kinderfreundliches Igersheim

    „Kelly-Inseln“ helfen in brenzligen Situationen

    Von unserem Redaktionsmitglied
    Angela Meglio
    Igersheim. Kindern winkt in Zukunft mehr Sicherheit in Igersheim. Ab sofort bieten sich ganz offiziell 30 Betriebe und Einrichtungen als Anlaufstellen für Kinder in Not an. Dafür wurde ihnen gestern von Bürgermeister Frank Menikheim das „Kelly-Insel“-Zertifikat ausgehändigt.
    Klar ist für „Kelly“-Beauftragte Ingrid Kaufmann-Kreußer, auch vor der Zertifizierung hätten die Igersheimer Geschäftsleute und Organisatoren Kindern in Not geholfen. „Der Unterschied ist, dass die einladenden Plakate an der Eingangstür die Hemmschwelle bei Kindern abbauen sollen“, erklärt „Kelly“-Berater Roland Hess.
    Bürgermeister Frank Menikheim begrüßte das Projekt: „Es ist gut, an einem Strang zu ziehen und somit Igersheim weiter als kinderfreundliche Kommune zu profilieren.“ Wenn nur ein Kind vor einer Gefahr bewahrt werden könne, habe sich die Arbeit rentiert, ist Hess überzeugt. „Bei den Kelly-Inseln können Kinder und Eltern darauf vertrauen, dass diese von Polizei und vom Verein „Kelly Insel“ überprüfte Zufluchtsorte sind.“
    Igersheim ist neben Bad Mergentheim und Wertheim bereits die dritte Gemeinde im Main-Tauber-Kreis, die dem Projekt „Kelly-Insel“ angehört. „In diesen Wochen werden die Schüler der Klassen drei und vier der Johann-Adam-Möhler-Schule von der Polizei über richtiges Verhalten in schwierigen Situationen geschult“, informiert Polizeihauptmeister Franz Nimmrichter.
    Gestern wurden die „Kelly-Insel“-Zertifikate im Rathaus an die teilnehmenden Betriebe übergeben. Dazu gehören: Bäckerei Bamberger, Bürgerhaus (Jugendzentrum), Forellenzucht Dürr, Fotostudio Profil, Friseursalons Bobrowski und Schnittpunkt, Gasthäuser „Zum Löwen“ und „Zur Tauberbrücke“, Gaststätte Galerie, Gärtnerei Dittmann, Hebru-Therapiegeräte, Holzbau-Schumann, Firma Homp, Kaufland Igersheim, Kindergärten St. Martin, St. Michael und Villa Kunterbunt, Möbelhaus Wiedemann, Möhler-Apotheke, Modehaus Niederle-Groh, Rathaus, Praxis Dr. Hiederer, Schreinerei Schmieg, Schuhhaus Wolfarth, Sporth-Vath, Sparkasse Tauberfranken, Tankstelle am Kaufland, Volksbank Bad Mergentheim und die Wittenstein AG im Tauberweg.
    Gut sichtbar hängt seit gestern das Plakat mit der „Kelly-Insel“ im Eingangsbereich der Geschäfte, so dass die Kinder von weitem schon sehen: „Hinter dieser Tür kann ich jederzeit Hilfe bekommen“.
    Am Nachmittag organisierte die offene Jugendarbeit und das BürgerNetzWerk außerdem eine „Kelly-Rallye“ durch Igersheim. Alle Grundschulkinder waren aufgerufen, die „Kelly-Inseln“ zu finden und kennenzulernen.

     
     

    Erscheinungstag: 07.03.2009 | Zeitung: Fraenkische Nachrichten | Ressort: >MRG | Seite: 26 |

    Kelly-Insel in Wertheim

    Wertheimer Zeitung 01.03.2008